Das Shamondavirus wurde nun auch im Burgenland in einem Rinderbetrieb nachgewiesen. Die Tiere zeigen einen Milchleistungsrückgang und Durchfall. Eine Behandlung war bisher nicht notwendig.
Das Virus wird über Gnitzen übertragen. Die Infektion kann zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen mit Fressunlust, Durchfall und Milchleistungsrückgang führen.
Vermutlich sind Haus- und Wildwiederkäuer möglicherweise auch Pferde betroffen. In Österreich wurden bisher nur Infektionen bei Rindern nachgewiesen.
Die Übertragung erfolgt vermutlich auch von infizierten Muttertieren auf die Feten, es könnte zu Aborten und Missbildungen bei Jungtieren kommen.
Mitte August 2026 erfolgte der erste Nachweis in Österreich. Derzeit breitet sich die Erkrankung rasch in Bundesgebiet aus.
Es gibt keine ursächliche Therapie. Erkrankte Tiere können unterstützend mit fiebersenkenden und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Es gibt noch keine Impfstoffe auf dem Markt.
Als Untersuchungsmaterial eignen sich im akuten Krankheitsfall EDTA-Blut, Serum, Durchfallkot, Abortmaterial und die Milz.
Die Erkrankung ist nicht meldepflichtig. Es erfolgen keine amtlichen Untersuchungen und der diagnostische Nachweis hat keine behördlichen Bekämpfungsmaßnahmen zur Folge. Die Untersuchung ist privat zu bezahlen (Tiergesundheitsdienst Burgenland: De Minimis Förderung Leistungskatalog Diagnostik, 80% Labornettokosten).
Nach heutigem Wissensstand ist von keiner Gefährdung des Menschen durch diese Viren auszugehen.
Quelle: Neuartiges Orthobunyavirus – AGES
Mit freundlichen Grüßen
Claudine Mramor
